Bei uns in der Wildtierauffangstation beherbergen wir, bei wechselnder Besetzung, rund 100 Tiere. Je nach Saison sogar mehr. Weitere Notfall-Wildtiere sind bei spezialisierten Pflegestellen untergebracht.

Wir kümmern uns um die medinzinische Versorgung und die gesundheitliche Wiederherstellung von verletzten, entkräfteten oder auf andere Art in Not geratene heimische Wildtiere sowie um die Aufzucht verwaister Jungtiere. Zu diesem Zweck verweilen die Tiere bei uns in der Station. Nach erfolgter Genesung, bzw. erfolgreicher Aufzucht der Jungtiere, werden diese bei uns auf die Auswilderung vorbereitet.

Wildtierauffangstation Struck - Tierische Gäste auf Zeit

Die Rückführung in die Freiheit ist stets unser oberstes Gebot.Wir beschränken uns prinzipiell auf ein notwendiges Mindestmaß an Kontakt und Zuwendung. Ein Wildtier soll uns weder als Freund, Spielgefährten oder Elternersatz betrachten. Die Gefahr daraus resultierender Fehlprägungen ist sehr groß und erschwert bzw. verhindert die Auswilderung.

Junge Schleiereulen, Wildtierauffangstation Struck, Wildtierhilfe Prignitz e. V., Wildtierrettung in Brandenburg

Junge Schleiereulen zur Aufzucht in der Wildtierauffangstation Struck.

Es fällt nicht immer leicht, diese lebensnotwendige Distanz zu wahren, besonders bei der "Knopfaugenfraktion" - junge Säugetiere wie Kaninchen, Feldhasen, Igel u.s.w. Es ist für das künftige Leben und Überleben dieser Wildtiere unerlässlich, dass Sie zu uns Menschen Distanz wahren - zu ihrer Sicherheit und in einigen Fällern auch zur Sicherheit von uns Zweibeinern.

Aufzucht Feldhase Wildtierauffangstation Struck Wildtierhilfe Prignitz Wildtierrettung Brandenburg

Auswilderung Bussard Wildtierauffangstation Struck Wildtierhilfe Prignitz Wildtierrettung Brandenburg

 Angie bei der Fütterung eines jungen Feldhasen und bei der Auswilderung Bussards nach erfolgter Genesung.

 

Wildtierauffangstation Struck - Tierische Dauergäste

Einige unserer Pfleglinge können, auf Grund der Schwere Ihrer Verletzung oder auf Grund irreversibler Fehlprägung durch Menschenkontakte, nicht mehr ausgewildert werden. Diese Kandidaten erhalten bei uns ein Zuhause auf Lebenszeit. Dabei achten wir sehr darauf, ob das jeweilige Individuum psychisch in der Lage ist, ein Leben in Gefangenschaft zuführen.

Die Tiere zeigen uns dabei sehr deutlich, was sie wollen. Es gibt einige, die ihr Dasein trotz gesundheitlicher und haltungsbedingter Einschränkungen genießen. Manche ein tierischer Gast ist noch bei uns, obwohl er schon längst hätte aufbrechen können, andere kommen regelmäßig nach ihrer Auswilderung wieder her, um uns einen kleinen Besuch abzustatten.

Jene, die sich aufgeben, das Essen und Trinken verweigern und nur regungslos, depressiv auf dem Boden sitzen, müssen leider erlöst werden. Eine solche Entscheidung zu treffen fällt uns niemals leicht. Wir wollen immer zum Wohle des Tieres handeln und schauen genau hin, bevor wir eine unabänderliche Entscheidung treffen - dabei beraten wir uns mit anderen Fachleuten und unserem Veterinär.